Warum wir dicker werden, obwohl wir schlank sein wollen

Ist dir auch schon einmal aufgefallen, dass trotz der tausenden von Fitnessstudios, unzähligen Diäten und einer riesigen Auswahl an Diätprodukten, die Anzahl der Übergewichtigen immer weiter nach oben geht?

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Wenn irgendeine von den oben genannten Maßnahmen – in Bezug auf die langfristige Gewichtsabnahme – funktionieren würde, dann müsste die Zahl der Menschen mit Übergewicht doch irgendwann auch wieder sinken. Es passiert aber genau das Gegenteil – laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hatten wir in Deutschland im Jahre 2016 den höchsten Stand an Übergewichtigen seit Beginn der Messungen.

Wir wollen schlank und fit sein, bewegen uns aber immer mehr in die andere Richtung. Aber warum fällt es den meisten, die ihre Figur verändern und das Körpergewicht reduzieren wollen so schwer, eine Lebensweise zu finden, mit der sie ihre Wunschfigur erreichen und dann auch halten können?

Wir besitzen zwei Instanzen, die für uns die Entscheidungen treffen. Unser Verstand und das Unterbewusstsein. Wobei laut Psychologen, über 95% aller Entscheidungen von unserem Unterbewusstsein getroffen werden. Der Verstand kommt vor allem dann ins Spiel, wenn Berechnungen oder langfristige Überlegungen anstehen.
Die meisten Entscheidungen müssen aber schnell und automatisch getroffen werden. Deswegen werden wiederkehrende Erfahrungen im Unterbewusstsein abgespeichert und bei Bedarf abgerufen. So müssen wir nicht ständig überlegen, wie wir gefahrlos über die Straße kommen oder ob unser Frühstück giftig oder genießbar ist.
Unser Unterbewusstsein hat die Aufgabe uns zu schützen und liebt deswegen gleiche Abläufe und Gewohnheiten, weil es diese als sicher abgespeichert hat.
Wenn du jetzt mit einer Diät beginnst, um dein Gewicht zu reduzieren, dann hast du in der Regel die Hoffnung, dass in kurzer Zeit möglichst viel Gewicht verloren geht. Das kann aber nur mit drastischen Maßnahmen funktionieren wie Fasten, 500kcal Diäten (Hungern) oder der totale Verzicht auf Dickmacher wie Schokolade, Kuchen oder Eis – das funktioniert, wenn du kurzfristig ein paar Kilos verlieren willst. Aber schon mittelfristig ist diese Vorgehensweise für dein Unterbewusstsein der Supergau.
Das Unterbewusstsein hasst Verzicht, Qual und Kampf, weil es damit Unsicherheit, Gefahr und Unwohlsein verknüpft. Deshalb können auch die guten Vorsätze zu Beginn des Jahres nie lange gehalten werden. In deinem Unterbewusstsein ist abgespeichert, dass Schokolade, das Glas Wein am Abend oder ein Stück Kuchen beim Kaffee bei Stress und Ärger hilft und auf einmal sagst du, dass du auf all das verzichten willst.
Mit dieser Vorgehensweise arbeitest du gegen dein Unterbewusstsein, was langfristig nie funktionieren kann.

Das bedeutet aber nicht, dass du dich mit dieser Situation abfinden musst. Auf der anderen Seite gibt es nämlich auch viele, die anscheinend nie Probleme mit ihrer Figur oder dem Körpergewicht bekommen. Wenn wir einmal die wenigen ausklammern, die essen und trinken können was sie wollen ohne je dick zu werden, dann muss es irgendein Geheimnis geben, warum diese Gruppe keine Schwierigkeiten damit hat, dass eigene Wohlfühlgewicht zu halten.

Alle haben eines gemeinsam: Sie empfinden die eigenen Maßnahmen nicht als Qual oder Verzicht.
Wir wollen uns wohl und sicher fühlen. Wenn du deine persönliche Wunschfigur erreichen und langfristig halten willst, dann musst du dein Unterbewusstsein auf dem Weg zu deinem Ziel mit auf deine Seite ziehen.